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Grafschafter Nachrichten (GN) - Ersch.-Ort: Nordhorn
Zeitung: 13.05.2008
Hilfe im Pflegefall - Dienstleister und Einrichtungen in der Grafschaft Bentheim
"Leben wie ich will" - Senioren und Angehörige können zwischen vielen
Betreuungsformen wählen
gn NORDHORN•
„Den Zustand einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren älteren Mitbürgern umgeht.
Verantwortung sowie die Verpflichtung zur Gestaltung humaner und selbstbestimmter Wohnbedingungen sind dafür unabdingbar", konstatiert die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung Liz Mohn. Eine große und wichtige Aufgabe, denn unsere Gesellschaft steuert auf eine deutliche Überalterung zu: Bereits 2050 wird jeder dritte Bundesbürger über 65 Jahre alt sein.
Durch die steigende Lebenserwartung der Deutschen wächst aber gleichzeitig der Bedarf an qualifizierter Altenpflege, denn ein Großteil dieser rund 27 Millionen Senioren wird pflegebedürftig sein. Heute leben mehr als 750 000 Menschen in Seniorenheimen, weitere Hunderttausende werden ambulant betreut. Heute bietet der große Bereich der Altenpflege viele Möglichkeiten, Senioren zu unterstützen.
Die Senioren von heute sind meist gut gebildet, selbstbewusst und verlangen zu Recht nach einem selbstbestimmten Lebensabend mit angemessener Hilfe zur Selbsthilfe: „Mehr denn je werden wir in den kommenden Jahren auf ein funktionierendes und sich ergänzendes System von ambulanter und stationärer Pflege angewiesen sein. Die vollstationäre Pflege ist keine Alternative zur ambulanten Versorgung, sondern eine notwendige Ergänzung", sagt Dr. Hermann Kues, Staatsekretär im Bundesministerium für Familie, Staatsekretär om Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend anläßlich der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse einer Studie über die Möglichkeiten und Grenzen selbstständiger Lebensführung in Pflegeheimen."Wir müssen uns gemeinsam mit allen Aktueren in der Pflege der Aufgabe stellen, diese notwendige Ergänzung zu einem Inbegriff von Pflegequalität und Lebensqualität zu machen."
Die Untersuchung, im Rahmen derer Pflegerinnen und Pfleger von insgesamt 4229 Senioren aus 609 Alteneinrichtungen befragt wurden, zeigt eine deutliche Abkehr von der reinen Funktionspflege zu einer so genannten Personenpflege. Dies belegt, dass mit wirksamen Konzepten bereits auf die Veränderungen im Betreuungsbedarf reagiert wurde, was bereits zu einer großen Verbesserung der Pflege- und Lebensqualität beigetragen hat.
Die seit 1982 tätige Hansa-Gruppe, die 17 Senioreneinrichtungen und zwei staatlich anerkannte Altenpflegeschulen betreibt, hat den Weg in die moderne, personenbezogene Seniorenpflege längst vollzogen: „Pflege findet in einem enorm emotionalen Bereich statt", sagt Hansa-Geschäftsführer Matthias Winiarski. „Gute Pflege bringt Lebensqualität, holt längst verloren Geglaubtes wenigstens teilweise wieder zurück und gleicht Defizite aus. Diese qualifizierte und auf die Persönlichkeit des Bedürftigen abgestellte Pflege ist bei der Hansa Grundsatz, bewahrt die Intimsphäre, respektiert die Eigenheiten und lässt Freiräume zu."
"Leben wie ich will" lautet die Philosophie, die konsequent in allen Bereichen umgesetzt wird. Das beginnt zunächst bei der Auswahl der persönlichen Pflege: Für alte Menschen, die nicht mehr ohne regelmäßige fremde Unterstützung in ihren eigenen vier Wänden wohnen können, aber nicht aus ihrer vertrauten Immobilie ausziehen möchten, hält der ambulante Dienst ein geeignetes und flexibles Angebot bereit. So bietet der ambulante Pflegedienst der Hansa in Nordhorn und Umgebung rund um die Uhr alle Leistungen der gesetzlichen Alten- und Krankenpflege. Im Pflegedienst arbeiten examinierte Pflegerinnen und Pfleger, die Senioren und Kranke bedarfsgerecht mit viel persönlichem Einsatz versorgen.
Natürlich leistet der ambulante Pflegedienst der Hansa im Bedarfsfall auch hauswirtschaftliche Versorgung und vermittelt praktische Dinge wie Fußpflege, Selbsthilfegruppen oder Sozialberatung. Die 24-stündige Rufbereitschaft sorgt darüber hinaus Tag und Nacht für schnelle Hilfe im Notfall.
In Abgrenzung zum ambulanten Pflegedienst, der Senioren in Privathaushalten hilft, gibt es den ambulanten Pflegedienst innerhalb des Wohnstiftes am Vechtesee: Dieser wird von den Bewohnern in Anspruch genommen, die ein Appartement innerhalb des Wohnstifts bewohnen. Die Leistungen sind natürlich ebenso vielfältig und umfangreich. Der Vorteil der Nutzung des hauseigenen ambulanten Pflegedienstes besteht in der großen räumlichen Nähe, die den Mietern auch außerhalb ihrer aktiven Pflegeversorgung zugute kommt. In Notfällen ist die Nutzung des hausinternen Dienstes besonders vorteilhaft. Außerdem ist immer mal Zeit, um kleine Fragen oder Anliegen zwischendurch zu klären, wenn man sich zufällig in der Senioreneinrichtung trifft und für ein persönliches Gespräch haben die Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes zwischendurch auch immer ein offenes Ohr.
„Aber daran mangelt es unseren Bewohnern ohnehin nicht, schließlich sind sie am Vechtesee in einer offenen Gemeinschaft, die jedem Einzelnen so viel persönlichen Austausch oder auch Rückzug offen lässt, wie er es sich wünscht", sagt Hausleiterin Marita Reeker. „Unser großes Angebot an Veranstaltungen, Freizeitgruppen und Ausflügen lässt unsere Bewohner ganz ungezwungen neue Kontakte im Alter knüpfen, Geselligkeit genießen und aktiv bleiben." Zusätzlich profitieren die Bewohner des Wohnstifts von den barrierefreien, altengerechten Wohnungen, der hervorragenden Infrastruktur der Wohnanlage, die von der Cafeteria und dem Kiosk bis zur mobilen Bankfiliale kurze Wege im Alltag gewährleistet.
Das dritte Standbein bedarfsgerechter Altenpflege ist der Pflegebereich des Wohnstifts: In 92 Einzel- und neun großzügigen Doppelzimmern werden Senioren, die rund um die Uhr intensivere Pflege benötigen, stationär betreut. Doch auch diese, innerhalb der Station stattfindende Form der Altenpflege wird dem Anspruch an eine individuelle, humane Begleitung des letzten Lebensabschnittes gerecht: „Wir betreuen ganzheitlich nach neuesten Erkenntnissen der modernen Altenpflege. Dabei stehen nicht die medizinischen Leistungen, sondern der einzelne Mensch im Mittelpunkt, der von den Mitarbeitern so behandelt wird, wie sie es sich für sich selbst im Pflegefall wünschen würden", erklärt Marita Reeker.
Wer das Wohnstift am Vechtesee kennen lernen möchte, kann telefonisch unter der Nummer (0 59 21) 873-0 einen Termin zur Führung oder einen Beratungstermin vereinbaren. Weitere Informationen über das Wohnstift gibt es unter www.seniorenheime-hansa.de.
Fotos zum Artikel
Seniorenheim Nordhorn