


 |
|
 |
 |
 |
 |
Oldenburger Montagszeitung - Ersch.-Ort: Oldenburg
Tageszeitung 10.08.2009 Sinnesgarten steht für Motto "Leben wie ich will" -
Mehr Lebensqualität für Bewohnen des Seniorenwohnstiftes Kreyenbrück |
 |
Oldenburg• Im Gartenbereich der Pflege haben die Mitarbeiter gemeinsam mit den Bewohnern und deren Angehörigen des Seniorenwohnstiftes Kreyenbrück an der Fürstenwalderstraße 25 einen beschützenden Sinnesgarten angelegt und bepflanzt, der am 9. August offiziell eröffnet wird. In der Zeit von 11 bis 17.30 Uhr kann der Sinnesgarten besichtigt werden. Die Gäste können sich auf eine Landpartie mit zahlreichen Ausstellern und den Oldenburger Freizeitkünstlerverein freuen. Die Künstlerinnen M. Linnemeyer, J. Erdmann, G. Lenski, G. Schewe und Künstler H.-J. Geschwandtner, P. König stellen an diesem Tag unterschiedliche Kunstwerke aus. Für das leibliche Wohl der Besucher ist reichhaltig gesorgt.
„In dem beschützten Garten können unsere Bewohner - auch jene im Rollstuhl - ab sofort ungestört und gefahrlos unter fachlicher Aufsicht spazieren gehen und die Natur erleben", sagt Einrichtungsleiter Thomas Beier. In den Wohnbereichen des Hauses lässt sich das Gedächtnis schwer trainieren, Übungen sind eher theoretisch. Im 500 Quadratmeter umfassenden Sinnesgarten hingegen bekommen die Übungen Bezug zur Umwelt. Die Bewohner können Jahreszeiten sinnlich erleben und wahrnehmen. „Außerdem ist der neue Sinnesgarten ein idealer Ort für die Besucher unserer Bewohner", findet Thomas Beier. „Denn hier gibt es viele Gesprächsthemen wie Pflanzen, Düfte und Töne."
Der Garten bietet ein neues Maß an Lebensqualität und Lebensraum für die Bewohner. In ihm können sie immer wieder Neues entdecken und wahrnehmen. Dichte Buchenhecken, Parkbänke neben Salbeibeeten und ein sanft geschwungener Rundweg in Form eines Eichenblattes.
Der geschützte Sinnesgarten bietet den Bewohnern, von denen mehrere an Demenz leiden, die Möglichkeit, sich auch unbegleitet im Garten aufzuhalten, also ohne Pflegepersonal, weil sie sich hier nicht verirren können. Das ist für beide Seiten entlastend, denn viele Demenzkranke haben einen erhöhten Bewegungsdrang, den sie im Sinnesgarten ausleben können und dazu beiträgt, dass Stress und Unsicherheiten abgebaut werden können.
„Leider bekommen wir als gemeinnützige Einrichtung für solche Projekte von den Kostenträgern keinerlei finanzielle Unterstützung, daher müssen wir diesen Sinnesgarten durch Spenden finanzieren", bedauert Thomas Beier.
Das Wohnstift gehört zur Hansa-Gruppe, die seit 1982 zahlreiche Senioreneinrichtungen von Nord- bis Mitteldeutschland baut, betreibt und verwaltet.
Der Sinnesgarten steht au die Philosophie der HANSA-Gruppe „Leben wie ich will".
|
 |
|