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Westfälische Nachrichten - Ersch.-Ort: Warendorf
Tageszeitung 8.10.2009 Über den Dächern Ruhe genießen. Hansa-Projekt eröffnet in Kürze: Ehepaar Kiffmeier bezieht eine der ersten Wohnungen Josef Kiffmeier. Von Monika Vornhusen |
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Warendorf• Josef Kiffmeier steckt den Schlüssel in seine neue Haustür - er passt. Bei einem kurzen Tipp auf die Klingel ertönt eine fröhliche Mozartmelodie. Eine lichtdurchflutete Wohnung verbirgt sich hinter dieser Haustür und wartet auf ihre Möblierung. Ein toller Blick über die Dächer von Warendorf und eine atemberaubende Dachterrasse von 30 Quadratmetern gibt dem Appartement ganz viel Charme und einen Hauch von Penthouse-Atmosphäre. Für Josef Kiffmeier (83 Jahre) und seine Frau (79 Jahre)ist es ein besonderer Tag. Ab sofort dürfen beide eine nagelneue 84-Quadratmeter- Wohnung über den Dächern von Warendorf ihr Eigen nennen. Das Ungewöhnliche daran: Das Ehepaar Kiffmeier hat sein erst sechs Jahre altes Eigenheim ganz bewusst verkauft, um eine Wohnung in der neuen Senioreneinrichtung der Hansa „Seniorenwohnen an der Emspromenade“ zu beziehen. Und mit dem geplanten Einzugstermin am 15. Oktober sind sie eine der ersten Bewohner in der neuen Senioreneinrichtung in Warendorf.
Die Tage des Umzugs sind nicht leicht für die Kiffmeiers. „Manchmal muss ich wegschauen, wenn ich bestimmte Dinge sortiere und entsorge“, meint Josef Kiffmeier. „Doch nach reiflicher Überlegung haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir im Alter die Annehmlichkeiten und Angebote im Haus der Hansa nutzen möchten“, so bringt das Ehepaar seine Beweggründe auf den Punkt. Und die Vernunft war Maßstab für diese Entscheidung. „Warum soll ich immer nur im Garten arbeiten, das möchte ich einfach nicht mehr. Ich kann doch draußen viel besser spazieren gehen“, meint Josef Kiffmeier, Andreas Rieger, Hausleiter in der Hansaeinrichtung, nickt. „Das verstehe ich sehr gut“, bestätigt er dem angehenden Bewohner. Der Hausleiter ist in diesen Tagen so kurz vor der Eröffnung, trotz all der Hektik, stets ruhiger und verlässlicher Ansprechpartner.
Die ersten Möbel sind eingetroffen, ein Zimmer in der Pflegeabteilung ist bereits beispielhaft eingerichtet. Die fein abgestimmten Naturtöne der Gardinen und Wände harmonieren mit dem warmen Holz des Mobiliars. Aus dem elektronisch regulierbaren, tief absenkbaren Bett kann man direkt auf das Marktgeschehen an der Emspromenade schauen. Und die Rolläden funktionieren elektrisch. „Der Pflegebereich ist komplett mit hochwertigen Funktionsmöbeln (Stiegelmeyer-Möbel)ausgestattet. Sie erleichtern den Mitarbeitern im „Seniorenwohnen an der Emspromenade“ den täglichen Ablauf im Pflegealltag erklärt Rieger. Internetanschluss, Telefon, Radio und Fernsehanschlüsse sind per se auf jedem Zimmer eingerichtet.
Die neue Zentralküche im Erdgeschoss blitzt und blinkt durch die offen stehende Tür. Die Flure sind schon hell erleuchtet, der warme weinrote Teppich sorgt für eine wohlige Atmosphäre. „Natürlich wird es hier noch viel wohnlicher werden“, erläutert Andreas Rieger. Eine entsprechende Bebilderung ist schon bei dem Warendorfer Künstler Dirk Groß in Auftrag gegeben. „Wir möchten thematisch im Gebäude Bewohnern und Besuchern eine Orientierung geben, deshalb werden wir das Erdgeschoss mit dem Pflegebereich unter das Stichwort „Marktviertel“ stellen. Die erste Etage mit dem Demenzbereich wird als sogenanntes „Künstlerviertel“ eingerichtet, während das zweite Obergeschoss als „Hanseviertel“ ausgerichtet wird.“ Die Appartements, die zum Verkaufstanden beziehungsweise stehen, befinden sich im dritten Obergeschoss. Zwei Drittel der insgesamt neun Appartements sind bereits fest verkauft. Zentrum der Hansa-Senioreneinrichtung wird sicherlich die Cafeteria werden, die täglich neben drei Menüs auch à la Carte-Auswahl und natürlich Kaffee und Kuchen anbieten wird. „Natürlich kann auch die Öffentlichkeit diese Angebote des neuen Cafe´s nutzen“, erläutert Andreas Rieger.
Auch Josef Kiffmeier freut sich schon: „Dann können wir sonntags einfach mal nach unten ins Restaurant gehen.“ Als Kiffmeier von diesem Projekt hörte, dachte er sofort: „Die Gelegenheit ist einmalig.“ Dann ging alles Zug um Zug – ein Käufer für sein Eigenheim fand sich sehr schnell. „Ich habe mich zugleich intensiv um diese Wohnung bemüht.“ Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht der Rentner dem Umzug entgegen. „Man hat einfach so viele Vorteile hier: die zentrale Lage und optional können wir auch Verpflegung, den Notruf und andere Service-Einrichtungen nutzen.“ Obendrein seien die vier Kinder, die allesamt nicht in Warendorf leben, sehr froh über die Entscheidung der Eltern. Was der rüstige Rentner auf jeden Fall in die neue Wohnungen mitnehmen wird, das sind sein Akkordeon und sein Keyboard. „Ich habe lange Jahre Tanz- und Unterhaltungsmusik gemacht, das ist mein Hobby, das hier im Haus vielleicht noch nutzen kann.“ Andreas Rieger nickt heftig: „Da freuen wir uns schon, denn wir werden natürlich ein vielschichtiges Veranstaltungsprogramm anbieten. Die Biografie jedes einzelnen Bewohners ist uns ganz wichtig. Solche Interessen sollten gepflegt werden.“ |
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