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Dorstener Zeitung - Ersch.-Ort: Dorsten 23.07.2010 Kunst aus der Natur - Land-Art-Ausstellung im Seniorenzentrum St. Elisabeth zu sehen |
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Dorsten• Skulpturen aus hölzernen Fundstücken, Mosaike aus steinernem Material. Witterung und Wachstum verändern die Kunst. Ist eben so, wenn aus dem gefertigt wird, was die Natur hergibt.
„Land-Art“ hieß das Thema eines Generationen übergreifenden Projekts. das Karl- Heinz Strötzel von der LAG Medien, das Dorstener Kulturbüro, die GeschwisterScholl-Schule und das Seniorenzentrum auf die Beine gestellt hatten und dessen Ergebnisse jetzt in einer Ausstellung im Altenheim zu sehen sind. Eine Kunstform, die alle Sinne berührte und die Fantasie bei den Teilnehmern weckte, egal ob 15 oder 85 Jahre alt. Doch die Imaginationskraft seiner Kurs-Teilnehmer musste Projektleiter Karl-Heinz Strötzel zunächst erstmal schärfen. „Die alten Frauen und die jungen Mädchen wollten alle Herzchen machen, aber das entsprach nicht unbedingt meinem künstlerischen Anspruch.“ So lernten Schüler und Senioren nach und nach kennen, dass es auch mal ganz abstrakt sein darf. „Zum Schluss wollten sie alle wie Documenta - Künstler sein.“
Schulgarten geschmückt
So ein Projekt ist nicht im Vorfeld zu planen, erklärt der Kursleiter. Bei den Ausflügen wurde spontan gesammelt und kreativ verarbeitet, was Felder und Wälder gerade zu bieten hatten. „Aber genau das machte es spannend, denn man wusste nie, wie das Ergebnis nachher aussehen würde.“Eine lange Kette aus Efeublättern wurde im Teich des Seniorenzentrums zu Wasser gelassen, andere Werke schmücken den Schulgarten.
Das Alter der Beteiligten spielte für den Umgang mit der Landart nur eine untergeordnete Rolle. „Beide Gruppen betraten mit dieser Kunsterfahrung Neuland“, so Strötzel. Er weist besonders auf das gemeinschaftliche Arbeiten hin, das eine starke soziale Komponente inne hatte. „Die Senioren hatten plötzlich viel mehr Lebensfreude und die Hauptschüler gaben sich ganz anders als zu Hause oder in der Schule.“ Und als ein Schüler Liebeskummer hatte, erzählten ihm die alten Menschen von ihren Erfahrungen mit ihren damaligen Freunden und Freundinnen.
Im kommenden Jahr soll das Projekt fortgesetzt werden. Ingrid Sommer vom Kulturbüro hofft, dass sich mehr Schulen und Alteneinrichtungen beteiligen und Sponsoren sich dazu bereiterklären, künstlerische Dialoge zwischen Jung und Alt zu fördern.
STIMMEN DER PROJEKTTEILNEHMER
Das Zusammenkommen mit Jung und Alt finde ich sehr gut und spannend. Wo hätte ich sonst die Gelegenheit, mit jungen Menschen gemeinsam etwas zu tun und zu schaffen?
Marianne (79)
Ich habe mir das am Anfang nicht so vorgestellt. Aber dann war ich auf einmal mittendrin und hellauf begeistert.
Irmgard (84)
Ich habe Spaß und Freude, gemeinsam mit Menschen etwas zu machen und bin gespannt, wie es weitergeht.
Chris (17)
Zuerst wusste ich gar nicht, auf was ich mich da eingelassen habe, aber jetzt bin ich so was von begeistert, dass ich kein Treffen versäumen möchte.
Lisa (15)
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